BDSM-Hypnose

Orgasmus auf ein Fingerschnippen? Unentrinnbare Bondage durch ein Wort? Realistische Angstspiele ohne reale Gefahr, Sex mit einem Vampir, einem Drachen oder an einem einsamen Strand mit drei Sonnen, hundert fordernde Hände auf deinem Körper – jederzeit, überall.

Nicht nur ist das Gehirn unser wichtigstes Sexualorgan – alle Wahrnehmung ist Kopfsache. Und Realität ist unglaublich subjektiv. Nahezu jeder von uns hat sich schon einmal in ein Gefühl hineingesteigert, das einer logischen Überprüfung zwar nicht standhält, aber nichts desto weniger unser Denken und Handeln bestimmt. Wer solche „fixen Ideen“ eines Menschen beeinflusst, kontrolliert dessen Realität.

BDSM-Hypnose

Seit Jahrhunderten ranken sich viele Mythen um das Thema Hypnose. Manche Menschen „glauben nicht daran“, andere schreiben der Hypnose nahezu magische Attribute zu. Am bekanntesten dürfte die Show- und Bühnenhypnose sein, und auch von Hypnose als Therapieform wird der eine oder andere schon gehört haben.

Sobald das Thema auf erotische oder BDSM-Hypnose kommt, scheiden sich die Geister. SM-Hypnose polarisiert – von der Faszination absoluter Macht über den Geist eines anderen Menschen über Trancefetische bis zu Aussagen wie „was habe ich denn von einer Session, wenn ich mich anschließend nicht dran erinnern kann“ oder „Wenn ein Top schon solche Methoden nötig hat …“

Mythen vs. Fakten

Diesen Mythen (und sowohl die Illusion absoluter Kontrolle als auch die Befürchtungen bezüglich Bewusstlosigkeit oder Scharlatanerie basieren auf Mythen) möchten wir gern Fakten entgegensetzen. Hypnose ist ein Werkzeug, das sich vielfältig einsetzen lässt. Wie ein Messer, mit dem ein Artist kunstvoll werfen, ein Chirurg heilend schneiden und ein Sadomasochist mehr oder weniger harmlose Körperverzierungen verursachen kann, lässt sich Hypnose als Bühnenunterhaltung, zu therapeutischen Zwecken und von unsereins zum Sex verwenden. Und genauso, wie niemand einem Cutting-Liebhaber erzählt, er müsse ein Medizinstudium absolviert haben, um oberflächlich die Haut seiner Partner ritzen zu dürfen, ist keine jahrelange therapeutische Ausbildung nötig, um mit jemandem ein erotisches Rollenspiel in Hynose zu spielen. Selbstverständlich gibt es beim einen wie beim anderen Risiken und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen, über die man informiert sein sollte, bevor man loslegt. Wie mit anderen Werkzeugen lassen sich auch mittels Hypnose schöne Dinge schaffen oder Schaden anrichten – und wenn etwas schief läuft, ist meist nicht die Methode das Problem, sondern die Unwissenheit oder Unerfahrenheit des Anwenders.

Hypnose als Kommunikationsform

Hypnose ist eine Form intensiver, ritualisierter Kommunikation in einem vertrauensvollen Rahmen. Die Wirkung ist so stark oder schwach wie die Verbindung (der „Rapport“) zwischen den Beteiligten. Wie beim Tango führt der Hypnotiseur, während der Hypnotisand sich auf diese Führung einlässt und das gemeinsame Spiel durch sein Temperament mit Leben füllt. Das ganze kann vollständig auf gleicher Augenhöhe stattfinden (zum Beispiel im therapeutischen Kontext oder bei erotischer Hypnose ohne D/s-Aspekte). Besonders die klassisch-direktiven, autoritären Hypnose-Formen fügen sich aber auch hervorragend in ein einvernehmliches Machtgefälle ein und sind daher so interessant für uns.

Wer sich noch gar nicht mit Hypnose befasst hat, dem möchten wir unsere Grundlagen-Artikel ans Herz legen. „Hypnose und BDSM“ beschreibt, auf welche Weise sich Hypnose als BDSM-Praktik anwenden lässt.

Und wer dann auf dem Geschmack gekommen ist und wissen möchte, wie man das denn nun genau umsetzt, den möchten wir natürlich in unsere Seminare und Workshops einladen. Bei uns lernst du alle Grundlagen, Sicherheitsaspekte, konkrete Anwendungen (Wellness, Erotik und BDSM) und wirst all das praktisch umsetzen und üben. Schon am Ende des ersten Seminartages wirst du erfolgreich Menschen hypnotisiert haben – das garantieren wir dir.

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